Mrz 12

Die meisten Menschen in Europa sind online. Die meisten. Aber eben nicht alle. Die englische Stadt Birmingham will das nun ändern – zumindest bei den eigenen Bewohnern.

Schon immer stand Birmingham technischen Neuerungen offen gegenüber. Und seit langem schon setzt die Stadt auf die Vernetzung ihrer Mitbürger. Die Regierung ist nun noch einen Schritt weiter gegangen: Das Projekt «Digital Birmingham» soll alle Bewohner Birminghams ins Netz bringen. Und zwar bald.

Einmal pro Woche digitale Sprechstunde
Bis Ende 2010 sollen mehr oder weniger alle Mitbürger der Stadt online sein. Wer bis anhin noch keinen Internetzugang hat, kann über die digitalen Kanäle seines Fernsehers zugreifen.
Doch nicht alle Menschen sind mit dem Internet und seiner Anwendung vertraut. Kein Problem in Birmingham. Denn: einmal pro Woche gibt es bei der Stadtverwaltung eine Sprechstunde für digitale Notfälle – den «digital surgery». Wer online Probleme hat, bekommt hier Rat. Und zwar von Studierenden des Studiengangs für soziale Netzwerke. Eine gute Einrichtung von der beide Seiten gleichermassen profitieren: den einen wird geholfen – für die angehenden Social Media Berater ist es eine sinnvolle Praxisübung.

«Virtual Birmingham» in Second Life
Alle Bewohner ins Netz zu bringen ist aber nur eines der ehrgeizigen Ziele des Projektes. Die Website www.digitalbirmingham.co.uk liefert eine Übersicht, wie, in welchem Ausmass und mit welchen weiteren Projekten die Macher dem Slogan «creating the digital city of the future» gerecht werden wollen. Beispielsweise lotet die englische Stadt die Möglichkeit virtueller Welten aus. So wurde jüngst das Projekt «Virtual Birmingham» lanciert. Hierbei wird Birmingham in Second Life nachgebildet – und zwar mit Google Maps.
Auch wenn die virtuelle Präsenz in Second Life wohl eher als «netter Versuch» gewertet werden muss. Eines ist klar: Oberstes Ziel Birminghams ist und bleibt die Verbreitung digitaler Technik in der gesamten Stadt. Also in der richtigen. So können beispielsweise bereits jetzt mit WLAN-fähigen Endgeräten in der Innenstadt kostenlos Informationen und Services der Stadtverwaltung abgerufen werden. Ebenfalls abrufbar: Reiseinformationen, Veranstaltungshinweise, Nachrichten oder Standorte von Ärzten.

Wenn auch noch nicht ganz ausgereift und die Vision einer voll vernetzten Stadt wohl nur teilrealisierbar, so sind die innovativen Ansätze Birminghams sicherlich mehr als löblich. Zumal digitale Entwicklungen und sonstige technische Neuerungen von staatlichen Behörden vielerorts oft noch konsequent ignoriert werden. Der Fall Birmingham lässt also hoffen – auf Beamtenstuben ohne Schreibmaschinen und Tipp-Ex. Vielleicht bald auch in der Schweiz.

Und was denkt ihr, ist es möglich, eine ganze Stadt zu vernetzen und ins Internet zu bringen? Und machen solche Massnahmen überhaupt Sinn? 

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Mrz 11

Kaum klingelt der Wecker, werfe ich einen kurzen Blick auf Facebook. Es könnte über Nacht ja etwas Spannendes passiert sein. Auf dem Weg zur Arbeit checke ich alle zwei Minuten meine Mails, ohne die Augen von Twitter zu lassen. So zieht sich das den ganzen Tag durch, bis abends spät kurz vor dem Einschlafen noch ein letzter Tweet in die Nacht hinausgeht.

Kommt dir das bekannt vor? Fakt ist: Wir konsumieren zu viele Informationen aus zu vielen verschiedenen Medien. Überall sind sie, diese bösen Informationen – und wollen verarbeitet werden. Kann man von zu viel Medienkonsum geistig dick werden?

Erst wenn einem alles über den Kopf wächst oder die Waage zu viel anzeigt, unternimmt man etwas. Meist radikal. Doch die Abstinenz für einen bestimmten Zeitraum bringt auf die Dauer nichts. Zu schnell ist man wieder drin und kommt nicht mehr weg.

Mal kurz bei Twitter reinschauen – ist fast wie ein Riegel Schokolade zwischendurch. Beides dehnt sich nämlich aus. Noch viel schlimmer wird es dann, wenn man sagt: “So, ich surfe jetzt mal ein bisschen”. Denn wir wissen ganz genau, ein bisschen geht nicht. Meist hängt man dann eine Stunde fest. Ist wie mit einer Tüte Chips. Einmal angefangen, muss sie geleert werden.

Wer beruflich viel mit dem Web zu tun hat, muss sich in beiden Welten, der digitalen und der realen, behaupten. Der Tag hat nur 24 Stunden. Verbringt man einen grossen Teil dieser Stunden online, bleibt am Ende keine Zeit mehr für einen selbst.

Wenn man zu schwer wird, sollte man weniger essen und sich sportlich betätigen – doch wenn die Zeit für das reale Leben aufgrund von Online-Aktivitäten zu knapp wird, muss man dafür sorgen, den Social Media Konsum zu optimieren.

Ich behaupte: Mit einem Diätplan kann man sein Essverhalten kontrollieren – mit einem Nutzungsplan kann man den Social Media Überkonsum in den Griff bekommen.

Doch wie könnte so ein Social Media Diät-Plan aussehen?

Ist es zwischendurch nicht einmal schön zu wissen, dass iPhone und Computer ausgeschaltet sind und man sich einfach den schönen Dingen in der echten Welt widmen kann?

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Mrz 10

Opel Action Star - Social MediaOpel steckt tief in der Krise, viele Fehlentscheidungen kippen die ehemals profitable deutsche Marke. Da macht das Marketing keine Ausnahme und liefert einen tragikomischen Versuch im Social Media Marketing. Doch die Marke Opel hat noch ein viel grösseres Problem.

Und Action
Die Fanfoto Nummer, schielend auf den viralen Effekt der Freunde Einladerei hat auch die Agentur für Opel hier wieder aufgegriffen. Im Vergleich zu dem Rohrkrepierer Bacardi haben sie wenigstens die Einstiegshürde so tief wie möglich gehalten. Foto hoch und allen Bescheid sagen zum Voten. Allerdings stapeln sie auch bei den Preisen extrem tief. Platz 1 darf mit allen Freunden einen Kinoabend allein im Saal verbringen, Platz 2 – 50 bekommt 2 Kinogutscheine im Lichtspielhaus seiner Wahl.  Je nun, Opel hat kein Geld – wer kann es ihnen verübeln. Allerdings rückt doch hier der Produktnutzen komplett aus dem Focus – sofern es denn einen gibt…

Daher scheint auch die Community das Thema nicht besonders ernst zu nehmen, wie man an den Fotos der Beteiligten sieht.

Man darf gespannt sein, welches Dolly Buster Double mit ihrer Freizügigkeit vor der Linse das grosse Rennen macht. Aber auch hier hat die betreuende Agentur die Reissleine in der Hand: Der Platz 1 wir nämlich nicht von der Community, sondern von einer Jury bestimmt. Muss ja vermarktbar sein, der Gewinner. Das Action Star Gesicht für den neuen Opel Astra. Denn immerhin können “Die Daten des Teilnehmers können von GM Suisse für eigene Werbezwecke verwendet werden.” wie es in den AGB heisst.

Fan Potential vergammelt ungenutzt
Erstaunlich, dass man solche Kampagnen nicht um die echten Opel Fans baut und versucht, die vom neuen Astra zu überzeugen.  Auch wenn es unglaublich klingt, es gibt sie wie die Facebook Seiten beweisen:


Wie viel Erfolg versprechender wäre es, da anzusetzen, wo die Marke Opel noch geschätzt wird. Lasst die Gewinner ne Woche Probefahrt machen und konzentriert Euch auf die Zielgruppe die Eure Marke noch gut findet. Denn hier liegt ein viel grösseres Problem begraben.

Markenbekanntheit ist nicht gleich Markenwert
Das  erklärt auch Markus Voeth, Marketing Professor an der Uni Hohenheim. Jeder kennt Opel, aber keiner will einen kaufen. Die Marke sei so sehr mit Schwächen aufgeladen, dass sie nicht mehr zu retten sei. “Vergesst Opel!” – hier kann nur noch ein Neuanfang helfen. Man kann hier gar nicht mehr unter gleichem Namen glaubwürdig verkaufen, dass sich etwas grandios zum besseren geändert hat. Die verzweifelte Rettung einer Marke die nicht zu retten ist, zeigt sich auch in Aktionen wie der o.a. Kampagne. Einfach noch mehr Geld sinnlos verpuffen lassen.

Ist ein Kinogutschein eine echte Verlockung sich als Aushängeschild einer verrufenen Marke zu präsentieren? Und wer von Euch würde sich einen Opel kaufen?

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Mrz 09

Die Texte, durch die eine Website von einer anderen Site verlinkt wird, spielt eine tragende Rolle bei der Suchmaschinenoptimierung.

Für Google gehört der Linktext zu den entscheidenden Ranking-Kriterien für die Positionierung. Daher gehören die Linktext optimiert. Wie man das am besten macht im nachfolgenden Video erklärt.

Weitere Posts aus der Suchmaschinen How To Serie:
Generelle Info

1.) Indexierung, 2.) Was Google sieht, 3.) Keywords richtig wählen
Onpage Optimierung
4.) Title Tag, 5.) Metatags, 6.) Seiteninhalt, 7.) Hürden für Google
Offpage Optimierung
8.) PageRank, 9.) Linktext, 10.) Link-Technik, 11.) Inhalt der Linkseite

Was sind eure Tipps rund um Linktext?

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Mrz 05

Das Internet ist eines der beliebtesten Kommunikationsmittel. So viel steht fest.  Dementsprechend dürfte es die Sprache und deren Entwicklung gehörig beeinflussen. Teil 2 zum Erklärungsversuch. 

Im ersten Teil des Blogposts «Weblish oder lieber Techno-Babble» von letzter Woche wurde klar: Die Sprache im Internet weicht von konventionellen aus der Sprachwendung bekannten Regeln ab – vor allem in Chats und sozialen Netzwerken. Abkürzungen, Inflektive und konzeptionelle Mündlichkeit gehören zum Internetalltag. Und beeinflussen somit direkt den Wandel einer Sprache.

Komplexes Zeichensystem
Nebst dem eigenen, neuen Sprachverhalten sieht sich der User im Internet aber auch mit einer vollkommen neuen Organisation von Sprache konfrontiert: Hypertextualität, Bilder. Logos, grafische Elemente – kombiniert mit einer gut durchorganisierten Mischung und Anordnung von Sätzen. Ein komplexes Zeichensystem also. Dem Benutzer bleibt folglich nichts anderes übrig, als das – unter Lektüregesichtspunkten – semiotische Konstrukt zu entziffern. Und: der Internet-Nutzer spricht und handelt zugleich, in dem er seinen Rechner, seinerseits eine Kommunikationsmaschine, bedient.

Paratexte im Vordergrund
Wie bereits im letzten Blogpost festgestellt, sind nach alten Normen geschriebene Texte in sich geschlossen und linear. Nicht so im Internet. Oft handelt es sich hier nämlich um so genannte Paratexte. Also Satzfragmente, Textelemente oder Worte, die den eigentlichen Haupttext begleiten. Ein Paratext im bis anhin klassischen Sinn ist beispielsweise das Titelblatt oder das Vorwort eines Buches. Im Internet ist es nun so, dass sich das Verhältnis von Text und Paratext stetig verändert und sich letzterer immer mehr in der Vordergrund drängt. Und auch dies nur als ein Element neben anderen komplexen Zeichengebilden.
Was weiter zur Abweichung sprachlicher Normen führt: eine typische Internetseite ist meist nicht kohärent. Das bedeutet, sie kann nicht aus sicher heraus verstanden werden und verweist auf anderes. Hier wollen also ganz immer wieder ganz neue Lektüreregeln gelernt werden.

Die Grenzen verschwimmen
Auch wenn zum heutigen Zeitpunkt noch unklar ist, in welche Richtung sich die Sprache entwickeln wird. Eines steht fest: das Internet mit all seinen Ausprägungen wird sicherlich seinen Teil an Einfluss dazu tun. Die Grenze zwischen der Fixierung schriftlicher Sprache und gesprochener Sprache – verstärkt durch visuelle und orale Aspekte – könnte künftig immer mehr verwischen. Warten wir also mal ab.

 Und was denkt Ihr, wie wird das Internet in Zukunft die Entwicklung der Sprache prägen und verändern?

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Mrz 03

zopa_logoEs erscheint auf den ersten Blick als wolle man Pferde zum eierlegen verdonnern, wenn man ein ultrakonservatives Business mit dem Medium der jungen Wilden zusammenführen möchte. Dennoch verzeichnen die Pioniere der Branche im Social Media erstaunliche Erfolge.

Wells Fargo & Co ist die erste Bank, die die ganze Palette des neuen Dialogs zum Einsatz brachte. 2006 waren sie die erste Bank mit einem Blog. Danach folgte der Studenten Kredit und Business Banking Blog, die erste Bank in Second Life, erste Bank auf MySpace – aber am beeindruckendsten: Die erste Bank die die Position des Vice President Social Media besetzte.

Während allerdings MySpace, Facebook & Co auf den Massenmarkt setzen und alle Interressengebiete unter einem Dach vereinen, haben Banken die Nischenportale für sich entdeckt. Sie agieren auf Seiten wie Finextra oder OpenForum – und das aus gleich zwei guten Gründen.

1. Die Soziale Komponente des Geldverleihens
Portale wie Zopa, Prosper und Smava bieten auf eine internationale Plattform, auf denen von Privat zu PrivatGeld geliehen und verliehen werden, mit natürlich ganz anderen Konditionen zugunsten der Kreditnehmer. Unbürokratisch, schnell und vor allem menschlich gehts hier zu – fernab des Bankengehabes. Da entstand schnell ein Business, dass den Finanzdienstleistern durchs Netz ging.

2. Überraschende Ergebnisse in der Kundenbindung
Die folgenden Zahlen trugen Joe Cothrel, VP Marktforschung bei Participate und Community Guru Bill Johnston zusammen (aus eine Reihe von offiziellen Studien):

> Community users remain customers 50% longer than non-community users. (AT&T, 2002)
> 43% of support forums visits are in lieu of opening up a support case. (Cisco, 2004)
> Community users spend 54% more than non-community users. (EBay, 2006)
> In customer support, live interaction costs 87% more per transaction on average than forums and
other Web self-service options. (ASP, 2002)
> Cost per interaction in customer support averages $12 via the contact center versus $0.25 via
self-service options. (Forrester, 2006)
> Community users visit nine times more often than non-community users. (McKInsey, 2000)
> Community users have four times as many page views as non-community users. (McKinsey, 2000)
> 56% percent of online community members log in once a day or more. (Annenberg, 2007)
> Customers report good experiences in forums more than twice as often as they do via calls or mail.
(Jupiter, 2006)

> Community user bleiben 50% länger Kunden als nicht-community user
> 43% von Besuchen in Support Foren stehen in direktem Zusammenhang mit der Eröffnung einer  Supportanfragen
> Community Users geben 54% Geld beim Anbieter aus als nicht-community user
> Live Interaktionen zwischen Berater und Kunde kosten 12 USD,  webbasierte self-service Dienste pro Anfrage 0,25 USD
> Community user besuchen die Anbieterseite 9-mal öfter als nicht-community user
> Community user verursachen 4-mal mehr Pageviews
> 56%  der Community user loggen sich einmal oder mehr auf den Seiten ein

> Kunden geben doppelt so viel Lob und gutes Feedback online von sich als am Telefon oder schriftlich (Post oder email)

Auch wenn es hier um den Bankensektor geht, die Zahlen sprechen Bände. So langsam zeigen die Studien endlich, dass man den ROI Faktor vom Community Management bis zum harten Franken nachvollziehen kann. In jeder Branche.

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Mrz 02

pagerankDer Googe PageRank (PR), auch bekannt als der kleine grüne Balken, zeigt die Relevanz einer Seite nach Einschätzung von Google an. Google berechnet ihn aus über 500 Millionen Variabeln die sich allesamt mit den eingehenden Links befassen. Fragt sich nur, ob der PageRank für die Suchmaschinenoptimierung relevant ist?

Wie Google den PageRank beschreibt, wie ich den PR meiner Site eruiere und welche Links gewertet werden, wie immer im Video.

Zwei Links, welche ich im Video erwähnt hatte:

Weitere Posts aus der Suchmaschinen How To Serie:
Generelle Info

1.) Indexierung, 2.) Was Google sieht, 3.) Keywords richtig wählen
Onpage Optimierung
4.) Title Tag, 5.) Metatags, 6.) Seiteninhalt, 7.) Hürden für Google
Offpage Optimierung
8.) PageRank, 9.) Linktext, 10.) Link-Technik, 11.) Inhalt der Linkseite

Welchen Wert messt Ihr dem PageRank bei?

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Mrz 01

conan2Der amerikanische Fernseh-Star Conan O’Brien darf bis im September 2010 weder Interviews geben noch im Fernsehen auftreten. Das hatte er – natürlich gegen eine Abfindung in Millionenhöhe – mit seiner Arbeitgeberin NBC vereinbart, als seine Late-Night-Sendung eingestellt wurde. Aber von Social Networks war dabei offenbar nicht die Rede. Und so hat O’Brien Twitter für sich entdeckt.

Auch wenn in den letzten Monaten immer wieder berichtet wurde, dass die Zahl der Twitter-Nutzer stagniert: Zumindest bei der Aktivität rund um den Microblogging-Service ist von einer Abflachung des Booms nichts zu bemerken. Den neuesten Statistiken zufolge werde derzeit bereits mehr als 50 Millionen Tweets pro Tag verschickt.

In der Twitter-Bio von O’Brien steht: „I had a show. Then I had a different show. Now I have a Twitter account“. In seinem ersten Tweet teilte er letzten Mittwoch mit, dass er ein Eichhörnchen interviewt habe. Das fanden mehr als 350′000 Menschen auf Anhieb so aufregend, dass sie seine Follower wurden. Mittlerweile hat er auch schon einen zweiten Tweet rausgelassen und beschrieben, dass er am TV schauen sei, Smacks futtere und nackt sei.

Manchmal ist es ja schon spannend, dass man, nur weil man als prominent zählt, gleich so viele Follower sammeln kann. Denn was gibt der Gute eigentlich von sich? Höchstens so viel wie wir alle. Und trotzdem interessiert’s die Menschen.

Euch frage ich heute ganz plump: Was bringt Follower?

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Feb 26

SpracheViele Studien belegen: die Kommunikation via E-Mail, SMS oder über soziale Netzwerke ist beliebter als das persönliche Gespräch – vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Doch wie beeinflusst das Internet die Sprache, deren Wandel und Gebrauch tatsächlich? Ein Erklärungsversuch.

«Das Internet lässt die Sprache verkümmern». Diese These würden wohl viele Linguisten ohne zu zögern unterschreiben. Ihre Argumente: per SMS wird bestenfalls noch in Satzfragmenten kommuniziert. In Chats trifft der Leser mehr auf so genannte «Inflektive» – *knuddel*, *dich liebhab* – als auf vollständige Satzkonstruktionen. Ganz zu schweigen von den Emoticons.

Es gibt jedoch auch Sprachwissenschaftler, die die sprachlichen Entwicklungen unter dem Einfluss des Internets mit weniger Argwohn betrachten. Denn eines ist klar: Sprachwandel gehört zum Wesen einer lebendigen Sprache.

Internet: Konventionelle Regeln ohne Bedeutung

In unserem Alltag sind Gespräche auf eine bestimmte Art und Weise organisiert. Es existieren Regeln, die die meisten Menschen mehr oder weniger intuitiv beherrschen: Wer eröffnet ein Gespräch, wie verläuft dieses, wer hat das Rederecht, wann erfolgt ein Sprecherwechsel.

Auch geschriebene Texte folgen – meistens jedenfalls – klaren Regeln. Sie bestehen aus ganzen Sätzen. Sind in sich geschlossen. Wohlgeordnet. Linear. Meist mit einem Anfang, einem Hauptteil und einem Schluss.

Und nun das Internet: Alle aus der Sprachwendung bekannten Regeln verlieren hier ihre Geltung. Und zwar uneingeschränkt. Die Frage ist nun: entsteht hier gar eine eigene Sprachform? Und wie soll diese heissen? Wie so oft im Netz zu lesen: Weblish, Netspeak oder Techno-Babble?

Neue Sprachelemente

Natürlich ist das Internet auch voll von höchst konventionellen und klassischen Textformen. Aber eben nicht in sozialen Netzwerken, Chats oder Newsgroups. Hier kommen absolut neue Sprach-Elemente hinzu. Dominiert wird diese Art der Kommunikation vor allem von der so genannten konzeptionellen Mündlichkeit. Der Schreiber mimt die gesprochene Sprache. «Hoi du, lass’ uns ins Kino gehn’». Hier wird «hallo» durch «hoi», «in das» durch «ins» oder «gehen» durch «gehn‘» ersetzt. Und genau hier findet der Sprachwandel statt.

Oft dominieren die neuen Elemente die hergebrachten sprachlichen Regeln. Oder sie ersetzen, durchdringen oder entwerten sie gar. Auch Abkürzungen wie «lol» (laughing out loud) oder «btw» (by the way) gehören zum täglich Sprachgebrauch der User. Insgesamt geht es bei der konzeptionellen Mündlichkeit oder beim Gebrauch der bereits erwähnten Inflektive darum, Nähe zwischen den beiden «Gesprächspartner» zu schaffen. Und die fehlt im Netz bekanntlich ganz und gar.

Sprache als Zeichensystem

Doch der Sprachwandel wird natürlich nicht nur durch die Sprache und deren Gebrauch in sozialen Netzwerken statt. Denn die Sprache und deren Nutzung wird ebenso durch die Hypertextualität sowie durch eine gut durchorganisierte Mischung und Anordnung von Sätzen, Bildern, Logos und weiteren grafischen Elementen des Internets geprägt. Daher ist es wohl dringend nötig, die Sprache künftig nicht mehr nur als Schrift, sondern eben als komplexes Zeichensystem zu verstehen. Doch davon mehr im nächsten Blogpost von kommendem Freitag, 4. März 2010.

Und was denkt ihr? Führt das Internet und seine Sprache zum Verderbnis derselben? Oder ist es viel eher eine Bereicherung für die Sprache und ihre Entwicklung?

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Feb 25

swissairEs ist noch nicht lange her, da war MySpace die Nummer eins unter den Social Networks. Inzwischen verliert die Firma, die zum Medienimperium von Rupert Murdoch gehört, gegenüber Facebook immer mehr an Boden.

Der Konkurrenzkampf um Werbegelder, die immer spärlicher fliessen, ist hart. Im Mai 2009 hat Facebook MySpace an der Spitze abgelöst. Zwar versuchte MySpace-CEO Owen van Natta – sinnigerweise ein früherer Facebook-Kadermann – das Steuer herumzureissen. Inzwischen hat er sich aber auch aus dem Staub gemacht. Nun steht MySpace kurz vor dem Aus. Das Netzwerk bietet den Usern einfach zu wenig.

Wie konnte es überhaupt soweit kommen?

Anscheinend liegt es an Tycoon Rupert Murdoch selbst. Er soll keinerlei Verständnis für das Eigenleben und die Dynamik sozialer Netzwerke aufbringen.

So ist er felsenfest überzeugt, dass die User irgendwann für Inhalte im Web bezahlen werden wie einst für die Zeitung. MySpace macht auch viel weniger klar, wofür die User das Portal nutzen können. Bei Facebook weiss jeder, was er erwarten kann.

Wo sich zwei Anbieter um die Nummer 1 balgen, gewinnt normalerweise der Stärkere. Es sieht so aus, wie wenn MySpace seinen Zenit überschritten hätte und das Feld nun definitiv Facebook überlassen müsste.

Die Frage ist nur: Schreibe ich in zwei Jahren dasselbe über Facebook?

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